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| Zoo: | Tierpark Dählhölzli Bern | Sendedatum: | 10.12.2003 | TV-Info: | Von Hiltrud Jäschke Pressetext: Die Schützenfische vom Tierpark Dählhölzli Bern schießen in ihrem Becken mit großer Präzision Beutetiere von den Blättern und Stielen der Mangrove. Ein bis zwei Meter weit schleudern sie einen Wasserstrahl und - treffen. Meistens jedenfalls. Sie können offenbar auch die Brechung des Lichtes im Wasser berücksichtigen. Die Pflege von Moschusochsen, den urigen
Zotteltieren, die gar keine Ochsen sind, braucht enorme Akkuratesse. In der schweizerischen Hauptstadt sorgen sie mit großer Regelmäßigkeit für Nachwuchs. Und das, obwohl es der südlichste Zoo ist, der diese Tiere des Nordens hält. In diesem Jahr wurde ein junger, unerfahrener Bulle Vater. Ihm fällt es noch sehr schwer, seinen ersten Spross zu akzeptieren. In der große Halle des Vivariums lebt neben Temminck-Rennvögeln, Kurzohr-Elefanten- Spitzmäusen und Argus-Waranen eine
Termitenkolonie. Tausende Insekten arbeiten akribisch und mit unglaublicher Perfektion fortwährend an ihrer Behausung. Fünf Meter hohe Türme reichen bereits bis an das Dach. Termitenhaltung im Zoo ist weltweit einzigartig. Auf seinen Freianlagen präsentiert der Berner Tiergarten vor allem europäische Tiere, wie es sie früher einmal, nach der Eiszeit, auch in der Schweiz gegeben hat. Bären, Vielfraße, Wölfe, Ziesel und Fischotter bewohnen Gehege, die es dem Besucher leicht machen, sie sich
in ihrem eigentlichen Lebensraum vorzustellen. Zuchterfolge honorieren die Bemühungen um die Erhaltung dieser heute in Europa vom Aussterben bedrohten Arten. | Inhaltsangabe: | Tierarzt Häfeli demonstriert Blaßrohr-Schießen. Streit bei den Zieseln. Die Termiten tunneln sich durch das ganze Vivarium und ernten ausgelegtes Heu gleichermaßen wie Ziergräser und
dehnen ihre Sammelzüge im Sommer bis ins Freigelände aus. Ihr Bau hat bereits den First des Hauses erreicht. Von den Termiten naschen widerum Rennvögel und Rüsselspringer. Die Argus-Warane nebenan haben die Zoo-Crew überlistet und die Eier im Gehege vergraben. Die Suche bleibt erfolglos, das Gehege wird geräumt und in einen riesigen Brutkasten verwandelt - es wäre die Erstzucht. Die Schützenfische schießen Heuschrecken von Zweigen. In den nahegelegenen Bergen läuft die Heumahd für die
Zootiere, und Moos und Heidekraut werden für die Rauhfußhuhn-Aufzucht gestochen. Im Gehege der Syrischen Braunbären leben auch Vielfraße, die ein Jungtier haben; ebenso die Wölfe nebenan. Bei Nachtführungen am Aaregehege sind dämmerungsaktive Tiere wie die Otter zu sehen, und auch der vor Jahren entwichene Dachs kommt zutraulich aus dem Wald. | Kommentar: | Was
leider fehlte waren mehr Bilder, die einen Eindruck der Gesamtanlage zeigen - sowohl von Urwald, Savanne und Aquarium im Vivarium wie auch von den naturnahen Gehegen, Felsanlagen und vor allem von den nach der Aare-Flut völlig neu erbauten Ufer- und Auwaldgehegen im unteren Zooteil. Ebenso hätten ein paar Angaben zur Geschichte des Dählhölzli gepaßt. Die Besonderheiten des Tierbestandes wurden jedoch in großartigen Bildern eingefangen, die auch der regelmäßige Besucher kaum je zu Gesicht
bekommen würde. Der Natur- und Artenschutz, der in früheren Filmen etwas zu kurz kam, wurde hier zu Recht zu einem Schwerpunkt des Films. | Vorgestellte Tiere: | Moschusochsen, Ziesel, Temminck-Rennvogel, Elefantenspitzmaus, Termiten, Flammenkopf- Bartvogel, Argus-Warane, Schützenfische, Syr. Braunbären, Vielfraße, Wölfe | Tipps: | Der größte Teil des Tierparks ist rund um die Uhr kostenlos zu besichtigen. Zum Tierpark gehört auch der seit hunderten Jahren existierende “Bärengraben” der Stadt an der Nydeggbrücke, der in Kürze zu einem riesigen, innovativen Freigehege für die Wappentiere umgebaut werden wird. | Links: | http://www.tierpark-bern.ch Englisches Kurzportrait mit Geschichte des Zoos | Zoo-E-Mail: | tierpark.daehlhoelzli@bern.ch |
Adresse: | Tierparkweg 1 CH-3005 Bern, Schweiz Tel: +41-31-357-1515 Fax: +41-31-357-1510 |
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