 | | | Zoo: | Tsimbazasa Zoo, Antananarivo (Madagaskar) | Sendedatum: | 16. März 2000 | TV-Info: | Fingertiere klopfen alles ab, wenn sie auf Fressbares aus sind: Der
ungewöhnlich lange, knochige Mittelfinger trommelt, die riesigen fledermausartigen Ohren fangen jedes Geräusch auf. Vielleicht verrät sich eine Raupe im Inneren ... Die Fingertiere im Zoo von Antananarivo schließen in solche Prüfung das gesamte Gehege mit ein. Wegen der drastischen Veränderungen ihres Lebensraumes waren die Halbaffen Mitte der sechziger Jahre so selten geworden, dass die letzten ihrer Art nur mit Hilfe vieler guter Geister überleben konnten. Die seltsamen Geschöpfe mit den
großen runden Augen geistern nachts durch den Wald. Wer ihnen dort begegnet, hat noch im selben Jahr Unglück, vielleicht sogar den Tod zu befürchten. Das meinen viele Madagassen. Sie gehen den harmlosen Fingertieren aus dem Weg. Auch Chamäleons gelten auf Madagaskar nicht gerade als Boten des Glücks. Schon ihr Anblick soll Frauen gefährden. Er verheißt eine schwere Geburt oder dass Heiratskandidaten ausbleiben werden. Ein sonderbarer Aberglaube in einem Land, in dem zwei Drittel aller
Chamäleonarten zu Hause sind. Lemuren finden nur noch in den wenigen Reservaten des Inselstaates sichere Zuflucht. Einige von ihnen sind ausgemachte Nahrungsspezialisten. Wie der Große Panda leben Bambuslemuren ausschließlich von Bambus. Der Goldene Bambuslemur frisst sogar problemlos dessen zyanidhaltiges Mark, das Menschen sofort umbringen würde. Die meisten Tier- und Pflanzenarten der großen Insel vor der Ostküste Afrikas kommen nirgendwo sonst auf der Welt vor. Ohne die Hilfe anderer
Länder wäre es heute kaum möglich, das einmalige Naturerbe Madagaskars zu erhalten. Auch der Zoologische Garten Berlin und der Vogelpark Walsrode unterstützen den Zoo in der Hauptstadt Antananarivo und kooperieren bei der Zucht ausgewählter Arten. | Inhaltsangabe: | Eine ausführliche Darstellung der Artenschutz-Bemühungen in Madagaskar. Neben den im Zoo von `Tana´
laufenden Zucht- und Forschungsprogrammen wird auch die Unterstützung deutscher Zoos gezeigt: Zoo Berlin (Mungos) - eine Initiative des Tierpflegers Mario Perschke, der nun dauerhaft in Madagaskar arbeitet - und des Vogelparks Walsrode. | Kommentar: | Eine sehr gute und informative Folge mit zahllosen Tierarten, die kaum jemals im Fernsehen zu sehen waren -
Schwerpunkt: Artenschutz. | Vorgestellte Tiere: | Verschiedene Chamäleons, Madagaskar-Seeadler, Bambuslemuren, Tanreks, Fossa, Katta, Spinnenschildkröte, Ringelschwanzmungo, Schmalstreifenmungo, Mähnenibis, Sichelvanga, Fingertier | Links: | nicht bekannt
| Zoo-E-Mail: | nicht bekannt | Adresse: | Parc Zoologique et Botanique Tsimbazaza BP 4096, Tsimbazaza, Antananarivo 101, Madagaskar, Tel: #261-2-311-49 Fax: -14 |
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